Myastheniezentrum

Myasthenia Gravis ist eine seltene Erkrankung, bei der es zu einer Störung der Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel an der sogenannten motorischen Endplatte kommt. Es handelt sich dabei um eine Autoimmunerkrankung, d.h. Antikörper gegen körpereigene Strukturen spielen eine wichtige Rolle.

Die Erkrankung kann sich durch unterschiedliche Symptome zeigen. Es kann beispielsweise zu einer Schwäche beim Treppensteigen und beim Greifen kommen, oft einhergehend mit einer raschen Ermüdbarkeit. Betrifft die Erkrankung die Augenmuskeln, kann dies zu Doppelbildern führen. Ist die Schlundmuskelatur betroffen, sind Schwierigkeiten beim Sprechen und Schluckstörung möglich. Auch Atemstörungen können auftreten. In der Regel verstärken sich die Symptome bei Belastung und bessern sich in Ruhe.

Diagnostik und Therapie

Myasthenia Gravis kann heutzutage gut behandelt werden kann. Wichtig ist, hierbei jeden Patienten individuell zu betrachten. Bei Ihrer Erstvorstellung in unserer Klinik erfolgt daher eine ausführliche Erhebung Ihrer Krankengeschichte und eine körperliche Untersuchung. Zudem führen wir Laboruntersuchungen sowie elektrophysiologische Untersuchungen durch, bei denen das Zusammenspiel von Nerv und Muskel gemessen werden kann. In der Regel ergänzt eine Computertomographie der Lunge diese Untersuchung, da wir so Ihre Thymusdrüse beurteilen können.

Liegen uns alle nötigen Untersuchungsergebnisse vor, besprechen wir mit Ihnen eine geeignete Therapie und klären Sie über mögliche Risiken ausführlich auf. Das Spektrum der medikamentöse Behandlung reicht von Tabletten über Infusionen bis hin zur Immunadsoption („Blutwäsche“). 

Im Rahmen eines stationären Aufenthalts erfolgt eine ausführliche Aufklärung über das Krankheitsbild und die therapeutischen Möglichkeiten. Dabei händigen wir Ihnen auch Informationsmaterial und einen Notfallpass aus.
In unserer Klinik treffen Sie auf ein interdisziplinäres Team aus neurologischen Fachärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten und Logopäden. Unser Sozialdienst berät Sie hinsichtlich der häuslichen Versorgung sowie Hilfsmitteln und vermittelt Ihnen ggf. eine anschließende Rehabilitationsbehandlung. 

Unsere Partner

Unsere Klinik für Neurologie arbeitet eng mit der radiologischen sowie den internistischen Abteilungen im Hause zusammen.

Bei der Entwicklung der Erkrankung ist der Thymus, eine Drüse des lymphatischen Systems, von großer Bedeutung. In bestimmten Fällen kann daher die operative Entfernung der Thymusdrüse notwendig sein. Ist dies bei Ihnen der Fall, können unsere erfahrenen Chirurgen der Klinik für Thoraxchirurgie am KWM-Standort Missioklinik den Eingriff minimalinvasiv und roboterassistiert durchführen. 

Bei sehr schweren Verläufen (Myasthene Krise) besteht die Möglichkeit, Sie auf unser interdisziplinären Intensivstation zu betreuen. Darüberhinaus ist eine neurologische Frührehabilitation (Phase B) an unsere Abteilung angegliedert.

Extern unterstützen uns das Humangenetische Institut, die Pathologie und die Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Würzburg bei spezifischen Fragestellung. Ein wichtiger Partner ist auch die Dialysepraxis Schramm in Würzburg, welche Patienten, die eine Blutwäsche benötigen, gemeinsam mit uns betreut.

Neben der stationären Versorgung möchten wir Ihnen auch eine langfristige ambulante Betreuung gewährleisten. Dies ermöglichen wir Ihnen durch unser MVZ Missioklinik. Prof. Dr. med. Mathias Mäurer, Chefarzt der Klinik für Neurologie im KWM Juliusspital, und Neurologin Dr. med. Biying Yang stehen Ihnen hier mit Rat und Tat zur Seite. 


Weitere Informationen zur Myasthenia Gravis finden Sie auch auf den Internetseiten der Deutschen Myasthenie Gesellschaft e.V. unter www.dmg-online.de.

Kontakt

Service-Telefon der Neurologie 
Mo-Do:   8:00 – 16:00 Uhr
Fr:             8:00 – 14:00 Uhr
Tel.:   0931/393-394

 

Chefarzt Neurologie
Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

 

Sekretariat
Susanne Friedlein
Tel.: 0931/393-2131
Fax: 0931/393-2132
neurologie.juliusspital@kwm-klinikum.de